Champagne – Mehr als nur Champagner

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Für viele Menschen ist die Weinregion Champagne sicherlich aufgrund des hervorragenden Champagners ein Begriff, der hier bereits seit vielen Jahren produziert wird. Doch diese Weinregion kann weitaus mehr. So beispielsweise auch mit hervorragenden Weinen glänzen, die nicht nur Weinliebhabern auf der ganzen Welt munden. Aber auch die unvergleichliche Schönheit der Natur dieser einmaligen Weinregion entzückt immer wieder die Besucher. Und die besuchen Champagne nicht nur wegen dem köstlichen Champagner oder einem anderen typischen Tropfen.


 

 

 

Champagne prädestiniert für Champagner

Wie der Name es schon sagt, stammt der beste Champagner aus der französischen Region Champagne. Dieses Weinanbaugebiet besteht seit dem Jahre 1927 ist auf 34.500 ha begrenzt. Doch dieses Gebiet hat eben auch eine besondere Eigenschaft. Denn es wurde für den Anbau der Grundweine für den Champagner zugelassen. Aus diesem Grund werden hier auch vorzugsweise die Rebsorten Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier angebaut. Das liegt unter anderem auch an der entsprechenden Bodenbeschaffenheit, die hier zu finden ist. Vor allem kann hier ein sehr guter Kreideboden gefunden werden. Dieser verdankt seine gute Beschaffenheit der Wasserregulierung und ist aufgrund seiner Eigenschaften vor allem für den Anbau von Chardonnay bestens geeignet. Etwa 28 Prozent der Anbaufläche in Champagne werden für den Chardonnay genutzt. Der Pinot Noir braucht hingegen ganz andere Bedingungen, um hervorragend gedeihen zu können. Dazu gehört der schwere Boden der Montagne de Reims und des Départements Aube. Somit werden 30 Prozent der Anbaufläche für den Pinot Noir genutzt. Da der Pinot Meunier einen eher lehmigeren Boden bevorzugt, verbleiben 33 Prozent der Anbaufläche für diese Rebsorte.

Zusammen setzt sich das Weinanbaugebiet Champagne aus 20 natürlichen Regionen, die als sechs Großregionen zusammengefasst werden. Diese sind:

  • Montagne de Reims
  • Vallée de la Marne
  • Côte des Blancs
  • Petit Morin et Grand Morin
  • Côte de Champagne
  • Côte des Bar

Im Süden sowie auch im Osten der Montagne de Reims findet sich die beste Lage. Das Gleiche gilt für die Region Côte des Blancs und im Grande Vallée de la Marne. Die Nordgrenze des Weinbaus ist nicht aus naturtechnischer Sicht ein Highlight, sondern eben auch der Ort, an dem sich das Weinanbaugebiet Champagne befindet. Hier findet sich unter anderem auch ein semi-kontinentales Klima. Auf diese Weise können die Trauben zwar eine lange Reifezeit genießen, dies hat aber keinen Einfluss auf die Frische. Und schon gar nicht auf den Geschmack des Champagners. Es finden sich im Weinanbaugebiet Champagne mehr als 260.000 kleine Parzellen, die von den entsprechenden Winzern nicht nur immer wieder mit Wein bebaut, sondern eben auch sehr sorgsam gepflegt werden. Auf diese Weise kann wirklich jeder Wein, der hier angebaut wird, mit einem entsprechenden Charakter versehen werden. Und genau diese Tatsache kann dann auch geschmacklich wahrgenommen werden. Nicht umsonst kommen auch die besten und vor allem beliebtesten Weine mitunter aus der Region Champagne.

 

 

Weinanbau in der Region Champagne – Eine wertvolle Geschichte

Wie auch die Geschichte des Weinbaus in den anderen Weinanbauregionen von Frankreich beginnt auch die Geschichte von Champagne in der Zeit der Römer. Als diese in das nördliche Europa vordrangen, kamen sie auch nach Champagne und begannen hier sehr schnell entsprechende Reben zu kultivieren. Das Mittelalter brachte einige Veränderungen mit sich und so waren es zu dieser Zeit die Klöster, die sich vorwiegend mit dem Weinanbau beschäftigten. Schnell wurde der Wein aus Champagne auch in der näheren Umgebung bekannt. Den bekannten Champagner, den wir heute kennen, hätte es aber vielleicht nie gegeben, wenn 1670 nicht die wichtigsten Weichen gestellt worden wären. Denn zu diesem Zeitpunkt wurde aus dem Stillwein ein Schaumwein. Zur damaligen eine große Revolution, heute ein Genuss, auf den niemand mehr verzichten möchte, der einmal von diesen köstlichen Tropfen gekostet hat. Dabei war es eigentlich ein Zufall, dass aus dem Still- ein Schaumwein wurde. Zurückzuführen ist dies auf die Gärung, die wegen der kühleren Temperaturen im Herbst unterbrochen wird. Die Winzer füllten den Wein dann in Flaschen und Frühjahr wenn dann auch die Temperaturen wieder steigen, konnte eine zweite Gärung einsetzen. Das gleiche Prinzip konnte auch bei Weinen beobachtet werden, die in Fässer gefüllt wurden. Die zweite Gärung erfolgte in diesem Fall in den Fässern und wurde nicht noch einmal explizit am Wein praktiziert. Der Champagner, der eben auf diesen Zufall das Licht der Welt erblickte, war vor allem bei den Engländern sehr beliebt. Somit kam es zu einer steigenden Nachfrage nach genau diesem Wein und die Winzer mussten umdenken. Es folgten einige weitere Experimente der Winzer und nach einiger Zeit beherrschten diese dann auch die Gärung in der Flasche. Da die Herstellung aber nicht so einfach war und auch sehr viele Flaschen zu Bruch gingen, war Champagner immer eine Mangelware und entsprechend auch teuer.

Die Champagnerproduktion nahm erst im 19. Jahrhundert entsprechende Züge an. So wurde zu dieser Zeit auch das richtige Zucker-Dosage ermittelt und es wurde eine Verkorkungsmaschine erfunden, wie auch das Rüttelpult. Durch den Ersten Weltkrieg wurden viele Weingärten zerstört und die Champagnerproduktion wurde vermindert. Darüber hinaus brachen auch wichtige Märkte wie Russland und USA weg. Erst seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges kann wieder davon gesprochen werden, dass der Champagner zu einem wichtigen Gut der Menschheit gehört. Heute wird dieser in allen Gesellschaftsschichten getrunken. Dabei bleibt es aber umstritten, dass für einen guten Champagner schon gerne mal ein paar mehr Euros ausgebeben werden. Doch echte Kenner und Liebhaber wissen eben auch einen solchen Tropfen zu schätzen und lieben den fein-perligen Genuss auf der Zunge.

 

 

Bekannte Weingüter aus Champagne

Einer der wichtigsten Tropfen aus dieser Region ist der Champagner La Millésime “D” de Devaux Brut, Champagne, Devaux 2002. Hierbei handelt es sich um einen trockenen Schaumwein, der vor allem durch seine elegante und prickelnde Art überzeugen kann. Wer es hingegen ein wenig zarter mag, sollte sich für den Champagner Le “D” Rosé Brut, Champagne, Devaux entscheiden. Aber auch für Liebhaber der fruchtigeren Note gibt es aus der Region Champagne genau den richtigen Tropfen. In diesem Fall ist das der Champagner La Cuvee “D” de Devaux Brut, Champagne, Devaux.

 

 

Daten und Fakten 

Anbaufläche 34.000 ha
Ertragszahlen 32.710 ha
Weinertrag gesamt 65hl/Wein pro ha Rebfläche
Anteil an Rot und Weißwein 
an der Gesamtanbaufläche
75% Rotwein, 40% Weißwein

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