Der neue Trend: Die Neue Frische im Wein

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Charakteristisch stehen leichte Weine für Finesse und Eleganz. Denn auch ohne Essen möchte man sie trinken können und Lust auf den nächsten Schluck bekommen. 

Die Neue Frische– Eine knackige Säure gepaart mit moderatem Alkoholgehalt und sanften Aromen. Schon lange wurde einem diese Richtung prophezeit und 2018 schmeckte man deutliche Veränderungen. Vom Zeitpunkt der Lese bis hin zum Marketing. Nicht nur der Umwelt zuliebe, sondern auch mit dem Ziel den Wein-Stil zu modernisieren wurde die Trendwende der vergangenen Jahre vom konventionellen Weinbau hin zum ökologischen Weinbau umgesetzt. 

Der Ruf von Wein ist beschmückt mit Tradition und einer 6.000 alten dokumentierten Geschichte. Spektakuläre Veränderungen hielt man eher für unwahrscheinlich und dennoch hat sich eine Entwicklung, was Die Neue Frischegenannt wird, bemerkbar gemacht. Dynamisch und peppig bringt sie Bewegung in die Branche. Junge Weingenießer greifen nach Weinen, wo Entspannung und Leichtigkeit im Vordergrund steht. Daher kombinieren die Weinproduzenten in der heutigen Zeit die Trinkbarkeit mit einem guten Schluck Balance.

Die Neue Frischeist wohl die trendige Nachfolgerin von der Alten Wuchtigkeit. Deren Höhepunkt liegt fast schon 10 Jahre zurück. Satter Körper und ein hoher Alkoholgehalt, wenig Säure und die Aromen gekochter Früchte waren die markanten Zeichen von Weinen, die gehört werden wollten. Genussvolle Weine werden gerne weltweit angepriesen.

Gehen wir einige Schritt zurück: Als die Alte Wuchtigkeitihren Aufschwung erlebte, glaubte man nicht daran, dass es neue Weine geben könnte mit genug Alkohol oder mit einem zu intensiven Holz Aroma. Weinbauer beginnen mit dem Umbruch eines neuen Stils, die im Weinberg eine gesunde Balance zwischen kräftigem Wachstum und Ertrag anstreben. Gesine Roll, die deutsche Winzerin vom Weingut Weedenborn erzählte über ihr Streben nach einem frischen, eleganten und vor allem trinkbareren Stil. Sie legt den Fokus darauf – vollreife Beeren zu ernten. Kenner wissen, dass es einen großen Unterschmied macht. Ob man einen Tag zu früh oder zu spät mit der Lese beginnt.

Bei der angesagten Veränderung der Weinbranche geht es aber um weit mehr als nur um die Abkehr von dubiosen Produktionsmethoden. Vielmehr beobachten wir Veränderungen im Marketing und im neuen Konsumverhalten. Die neuen Weine sind zum Trinken da, wenn sie auf dem Markt landen, mit oder ohne Essen soll man sie genießen können. Man wage den Vergleich eine Prius-Hybrid neben einen alten Mustang – das ist etwas ganz was anderes, als die überreifen, konzentrierten Weine der Alten Wuchtigkeit. Welten entfernt von den Konsumenten der alten Garde und ihren statusorientierten Trinkverhalten.

Die ersten Wahrsager der Neuen Frische, ein bunter Haufen von Freigeistern, fanatisch von Weinen aus kühlem Klima von Deutschland bis Neuseeland – Regionen, deren Wachstumsbedingungen von Natur aus, leichtere und frischere Weine hervorbrachten. Dazu gehörten Produzenten wie Roland Velich und Weingut Moric aus dem schönen Burgenland. Aber auch Dominik Huber von Terroir am Limit im Priorat/Katalonien und Steffen Christmann vom Weingut Christmann in der Pfalz/Deutschland (Halle 14, Stand E30). Extravagant nannte man sie, doch ihre Bedeutung und ihr großer Einfluss wuchsen, als die neue Bewegung ab 2010 schnell an Bedeutsamkeit gewann. Nur fünf Jahre später erkannte man in der Weinbranche einige warme Regionen der Neuen Welt und sogar in vielen warmen Regionen der Alten Welt diese Metamorphose auf dem Planet Wein. Ein „Hallo“ an die Veränderungen und das kollektive Ziel verschob sich von der Alten Wuchtigkeithin zur Neuen Frische.

In der heutigen Zeit hat jeder Wein eine Story zu erzählen. Unverwechselbar und individuell. Hören Sie genau hin. 

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